Sensorische Analyse
Jedes Muster (erst das Table Sample und später das Final Sample) wird von unseren Kellermeister unbatched verkostet. Zunächst nimmt der sogenannte „Taster“ den Pre Smoke tatsächlich im wahrsten Sinn des Wortes in Augenschein:

Entspricht die Farbe der vorher festgelegten Farbgradierung? Ist es eine einheitliche Farbe? Ist der Vodka frei von Schwebteilchen? Auch der Geruch des Vodka wird über das Nosingverfahren geprüft. Passt die Blume zu unseren auferlegten Standarts und Ansprüchen. Dann geht es an die eigentliche Degustation des Vodka.

Sie läuft nach einem festen Muster ab, gleichgültig wer von unserem Team verkostet. Der Vodka wird in einem Nosing-Glas gefüllt und eine der neu abgefüllten Flaschen als Gegenstück und Vergleichsobjekt daneben gestellt – eine alte Schreibtischlampe dient als zuverlässige Lichtquelle. Der Vodka kommt nun in das dafür vorgesehene Glas und dann wird angestoßen auf die neue Charge und das kritische Tasting beginnt. Wichtig ist dabei ein sauberer gesunder Rachen. Leider Gottes finden unsere Tastings morgens statt, da der Hals da noch am saubersten und wenig beansprucht vom Tag ist. Das bietet die beste Grundlage für ein unverfälschtes sensorisches Erlebnis. Dann stellen wir unsere Uhr auf 1 Minute Countdown. Nun erhebt jeder sein Glas und testet das Destillat auf seine individuelle Weise, was sehr gut ist da dadurch unterschiedliche Ansichtsweisen Wahrnehmungen gemacht werden. Wir nennen das auch 3D Tasting. So macht sich jeder auf seine eigene Technik ans Werk und lässt Gedanken und Eindrücke wirken. Nach Ablauf der Zeit wird der Rest weggegossen und die Analysephase beginnt. Der schwierigste bzw. heißeste Teil, wie wir empfinden, da jetzt entschieden wird ob wir gepatzt haben oder wir sorgfältig alle einzelnen Schritte genau beachtet und umgesetzt haben, um unser Versprechen den Kunden gegenüber einzuhalten. Der Tastingprozess kann zuweilen sehr unterschiedlich und auch klar vernichtend ausfallen. Die eingesetzten Hölzer weisen je nach Anbaugebiet ganz besondere Charakteristika auf und werden ebenfalls mit Augen und Nase geprüft. Als „leuchtenden Einschluss“ bezeichnen wir eine gute Holzqualität und zeigt oft einen guten Vodka im voraus an.
Das Destill wird begutachtet – immer am gleichen Ort vor unserer alten Schreibtischlampe im Labor die eine gleichmäßige Beleuchtung gewährleistet. Gleich dem Tasting von Wein gibt es feststehende Begriffe, mit deren Hilfe wir das Spektrum des Aromas erfassen: Ein „rundes“ Aroma bedeutet, dass sich süße und saure Einzelkomponenten gut ergänzen. Riecht und schmeckt dagegen unser Vodka „überfeuert“, dann ist beim Räuchervorgang Nebenluft angesogen worden was einen bitteren Geschmack zur Folge halt und sogar dazu führen kann das wir die komplette Charge entsorgen müssen, was zum Glück höchst selten passiert.
Pro Tag kann ein Tester am Morgen 15-20 Sorten analysieren.


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